
Genre: Punk / Hardcore
Erschienen: 02.05.2009
www.gallows.co.uk/
Hat man sich erstmal dazu entschieden Reviews zu schreiben, stellt sich direkt eine essentielle Frage: Welche Platte nehme ich als erstes? Meine Liebste, die Aktuellste oder lasse ich den Zufall entscheiden? Letztlich habe ich mich für die Platte entschieden, die mich im letzten Jahr wohl am meisten gefesselt hat.
Nach dem wirklich überzeugenden Debut-Album „Orchestra Of Wolves“ von 2007 war es ruhig um die Band um den charismatischen Front-Schreihals Frank Carter geworden. Dass „Grey Britain“ nun auf einem Major Label erschien, dürfte doch für einige Zweifel gesorgt haben. Umso überzeugender jedoch ist das Ergebnis: Angefangen wird mit einem unvergleichbar atmosphärischen und fesselnden Intro, dass eine perfekte Einleitung in dieses düstere und nihilistische Album darstellt. Darauf folgen 12 Tracks, in denen Frank seinen Hass auf die Gesellschaft auf so unglaublich energetische Art und Weise herausschreit, dass sich zwangsläufig Mitleid für die arme Lunge des Mannes aufbaut.
Bereits auf dem ersten Album überzeugten die Engländer mit einem in der heutigen Hardcore-Szene ungewöhnlich rotzigen und treibenden Sound, der auf dieser Platte nicht nur fortgesetzt, sondern perfektioniert wird. Als Highlight des Albums stellt sich „The Vulture“ heraus, bei dem Frank, man glaubt es kaum, zunächst singt, nur um gerade in dem Moment, in dem man sich daran gewöhnt, noch energischer loszuschreien.
Insgesamt ist „Grey Britain“ ein so unfassbar düsteres und in sich geschlossenes Album, dass mir schlichtweg die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Für mich die beste Platte des letzten Jahres !
10 / 10
Tracklist:
01. The Riverbank
02. London Is The Reason
03. Leeches
04. Black Eyes
05. I Dread The Night
06. Death Voices
07. The Vulture (Acts I & II)
08. The Riverbed
09. The Great Forgiver
10. Graves
11. Queensberry Rules
12. Misery
13. Crucifucks
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